Die Wirkungsweise des visuellen Instruments PRISM wird seit etwa Mitte der 1990er Jahre intensiv erforscht. Zahlreiche Studien zeigen, warum PRISM funktioniert und enthüllen tieferliegende Wirkmechanismen. Frappierend für Benutzer und Praktiker ist immer wieder die vermeintliche Einfachheit des instrumentellen Designs im Kontrast zu seiner Wirksamkeit. Der derzeitige Stand der Forschung stellt fest, dass die Wirksamkeit von PRISM auf einer Kombination mehrerer Prinzipien beruht.

Hand-Hirn-Kombination

Das Spiel der Hände und das Denken sind beim Menschen sehr eng miteinander verbunden. Deshalb beeinflussen sie sich gegenseitig und verändern damit das Denken selbst.

Visualisierung

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Und wenn wir dieses Bild unserer Gedankenwelt auch noch verändern können, dann spiegelt es den Verlauf unserer Gedankenwelt wider.

Zum Nachdenken verhelfen

Seit langer Zeit untersuchen Forscher die Wechselwirkung sogenannter Wissenswerkzeuge ("cognitive tools") mit ihren Benutzern. Es zeigt sich, dass Wissenswerkzeuge einerseits dem Benutzer helfen, bestimmte Denkvorgänge zu beschleunigen, andererseits aber auch, vollständig neue Denkfähigkeiten zu entwickeln. Beide Aspekte scheinen für das Funktionieren von PRISM eine Rolle zu spielen.

Probehandeln

Die Didaktik und Pädogogik hat im Laufe der Zeit festgestellt, dass es notwendig ist, Dinge "auszuprobieren", um sie erfolgreich zu meistern ("experiential learning"). Die Möglichkeit, mit PRISM Alternativen für eine Lösung visuell und haptisch zu erfahren, scheint eine besondere Stärke des Instruments zu sein.